Die letzten Wochen habe ich versucht Verpackungsmüll zu sparen. Nachdem momentan fast täglich in den Nachrichten von mit Plastik verschmutzten Meeren die Rede ist, versuche ich in kleinen Teilen (könnte mehr sein!) auf unnötige Plastikverpackungen zu verzichten. Finde das sehr schwer, denn nahezu alles, was man im “normalen” Super- oder Drogeriemarkt kaufen kann, ist in oder mit Plastik verpackt.

Gerade Drogerie-Artikel sind so gut wie immer in Plastikverpackungen zu finden und auch die meisten Lebensmittel kommen nicht ohne aus. Natürlich kann man sein Obst und Gemüse auf dem Markt kaufen, was ich jedoch auch nicht oft schaffe, denn der Wochenmarkt ist zwar toll, aber der Weg in die Innenstadt ist mir am Wochenende oft zu weit (Wo kommen eigentlich samstags immer diese Menschenmassen her?! Dachte der Online-Markt boomt so. Anscheinend schauen die Leute nur, was sie sich später bestellen können?!?).

Immerhin öffnet demnächst ein Unverpackt-Laden inkl. Café (“Viertelkultur”) in der Zellerau. Dort finden auch Kulturveranstaltungen und diverse Projekte statt. Das ist eine gute Sache und ich freue mich, dass das Crowdfunding-Projekt dank Spenden realisiert werden kann. Bin auf die Eröffnung gespannt und auch darauf, was sie so anbieten. Vielleicht können wir dort einen (Groß-)Teil unseres Wocheneinkaufs erledigen?

Verpackungsmüll vermeiden an Weihnachten…

Geschenke mit Zeitungspapier verpacktHabe dieses Jahr meine Weihnachtsgeschenke mit Zeitungspapier eingepackt. Dachte anfangs, dass das ganz schön “ökig” ist, aber habe teilweise recht schöne Fotos in den alten Zeitungen gefunden, so dass die Geschenke irgendwie witzig geworden sind. Nur auf Tesa konnte ich nicht so recht verzichten. In einer Serie, die in den 1920er Jahren spielt, habe ich mal gesehen, wie jemand Geschenke ohne Tesa, nur durch reine Faltkunst, eingepackt hat. Das fand ich damals schon faszinierend, aber hab ich nicht hinbekommen 😉

Dann versuche ich mittlerweile nur im größten Notfall bei Amazon zu bestellen und meinen Kram persönlich im Laden zu kaufen. Das spart Verpackung (teilweise schon faszinierend, was für überdimensionale Kartons für die kleinsten Dinge verwendet werden!) und CO2, da die Lieferung wegfällt (by the way, bin meist mit dem Fahrrad oder teilweise mit der Straba unterwegs ;-).

Keine Plastiktüten mehr…

Mehrweg-TüteAußerdem gibt es Einkaufstaschen zu kaufen, die die Plastiktüten für Obst und Gemüse ersetzen. Davon habe ich zwei besorgt und warte jetzt geduldig, bis der Unverpackt-Laden eröffnet… Außerdem kann man sie schön mit auf den Markt nehmen und dort füllen 🙂

 

Kein schweres Flaschen-Schleppen mehr…

FlaschenZu guter Letzt hatte ich mir vergangenes Jahr zwei Plastikflaschen gekauft. Die kann man immer wieder mit Leitungswasser auffüllen und so auf die Einweg-Plastikflaschen aus dem Supermarkt (die ja angeblich wegen dem Mikro-Plastik gesundheitsschädlich sind) verzichten. Man kann nur drauf vertrauen, dass es weniger gesundheitsschädlich ist, wenn “BPA-frei” drauf steht 😉

 

Die Mini Matriarchin, die schon deutlich länger als ich Verpackungsmüll einspart, betreibt das Ganze viel konsequenter als ich und das sehr vorbildlich. Auf dem Wochenmarkt kauft sie ihre frischen Lebensmittel und gehört zu den Stammkunden im Unverpackt-Laden in der Sanderau. Sie ist mit ein Auslöser für mein Umdenken.

Freue mich über Meinungen, Anregungen und Tipps von Euch. Wie löst Ihr das “Plastik-Problem”? Vielleicht kann ich meinen “Plastik-Verzicht” noch ausbauen? Und hat jemand eine Idee, wie man Tesa oder Plastik bei Drogerie-Artikeln sparen kann, ohne gleich als Super-Öko abgestempelt zu werden? 😉

 

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