Ich freue mich auf die Siegerehrung der insgesamt neunzehn Krapfen, die ich in den letzten Wochen verdrückt habe. Möchte hier nochmal darauf hinweisen, dass es sich bei den Bewertungen um meine eigene persönliche Meinung handelt und Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind ;o)

Zuallererst möchte ich jedoch ein zusammenfassendes Fazit geben:

Mir ist bewusst, dass es nicht fair ist, jeden Bäcker nur einmal zu testen. Im Grunde hätte ich mindestens einmal pro Woche alle Bäcker testen müssen um einen realistischen Durchschnitt der Bäcker zu bekommen. Natürlich hatte jedoch so, also mit einmal-Testen, jeder Bäcker die selbe Chance auf eine gute Bewertung.
Habe festgestellt, dass sich die Qualität der Krapfen eines Bäckers von Tag zu Tag verändern kann (habe nämlich trotzdem manche Krapfen-Bäcker öfters probiert, aber nur der erste Krapfen wurde bewertet ;o)). Wichtige Faktoren wie Alter des Backfetts (je frischer desto besser natürlich), Art des Toppings, aber auch die Preise können sehr variieren (je näher Fasching rückt, desto preiswerter sind sie i.d.R. und desto mehr Sorten werden angeboten).
Bäcker, die ich zum Schluss, also kurz vor Fasching, getestet hatte, hatten natürlich viel mehr Sorten zur Auswahl und auch Sonderangebote, wie z.B. “vier Krapfen zum Preis von dreien”. Ist nicht ganz gerecht für die Bäcker, die ich zuerst getestet hatte.

Schlussendlich steht und fällt für mich ein guter Krapfen mit dem Teig. Die beiden anderen Kriterien sind zwar wichtig und spielen eine große Rolle, sind jedoch erst mal zweitrangig. Denn ein gutes Topping oder Füllung retten keinen schlechten Teig. Wenn ein Krapfen saftig und locker schmeckt, ist es zu verkraften, wenn die Menge an Hiffenmark etwas weniger ausfällt oder das Topping nicht gleichmäßig oder nur einseitig aufgestäubt ist.
Ein Krapfen mit einer anderen Marmelade als Hiffenmark verhunzt mir die ganze Freude, da kann der Rest noch so gut sein. Auch habe ich deutliche Unterschiede bei der Hiffenmark festgestellt. Gute Hiffenmark ist dunkelrot und schmeckt deutlich nach Frucht (verwenden diese Bäcker die von Maintal? Ich vermute es, das ist die Beste!). Eher schlechte Hiffenmark ist irgendwie heller und geschmacklich nicht so intensiv.
Der Preis eines Krapfens lässt in keinster Weise auf den Geschmack schließen. Ich hatte z.T. günstige Krapfen gegessen, die sowohl vom Teig her als auch von den anderen Kriterien wirklich traumhaft geschmeckt haben. Außerdem ist der Preis kein Indiz für gute oder schlechte Hiffenmark.

Die Durchschnittsnote spiegelt meiner Meinung nach nicht wieder, wie gut ein Krapfen tatsächlich geschmeckt hat. Ich habe sie eigentlich nur eingeführt, um die einzelnen Krapfen direkt miteinander vergleichen zu können.

Noch etwas zum Schluss: Die Krapfen von Schmitts Backstube gelten als mein echter Geheimtipp. Da der Bäcker u.a. in Bad Neustadt/Saale und nicht in Würzburg zu finden ist, durfte er leider nicht mit ins Rennen.
Ach so noch was – ich hätte wahnsinnig gerne den Krapfen bei der Bäckerei und Konditorei Steigerwald probiert, jedoch musste ich leider feststellen, dass sie dauerhaft geschlossen ist. Stand in der Frankfurter Straße vor verschlossener und mit Pappe verklebter Tür und leider auch kein Hinweis-Schild zur Schließung entdeckt. Hat jemand eine Ahnung seit wann das so ist? Jedenfalls waren hier, schon allein wegen des Namens, meine Erwartungen besonders hoch ;o)

Krapfen-Contest Siegerehrung

Und nun zur Siegerehrung:

Wenn man sich strikt an die Durchschnittsnoten hält, lauten die Gewinner wie folgt:
1. Platz – Müller
2. Platz – Pappert
3. Platz – Schiffer (wieder so ein traumhafter Teig, deshalb gibt es zwei zweite Plätze)

Wie ich bereits geschrieben habe, kann die Qualität der Krapfen von Tag zu Tag variieren. Am Tag der Siegerehrung (12.02.18) habe ich für mein Foto bei allen drei Bäckern einen Krapfen gekauft und dabei festgestellt, dass vom Teig her eindeutig der Schiffer-Krapfen den ersten Platz belegt. Den zweiten Platz erhält der von Pappert und den dritten die Bäckerei Müller. Das belegt meine Ansicht, dass Krapfen essen tagesformabhängig ist ;o)

Hier können noch mal die detaillierten Bewertungen des Krapfen-Contests gelesen werden.

Nun ist’s ja leider erstmal vorbei mit dem Krapfen schlemmen :o( Vielleicht aber ganz gut, dass man sie nicht das ganze Jahr über bekommt, dann bleiben sie etwas Besonderes :o)

 

5 thoughts on “Krapfen-Contest: Siegerehrung und Fazit

  1. Liebe Ute, ich würde sagen “neue Saison, neues Glück” – dann habt ihr auch gleich einen guten Grund, warum ihr spätestens ab dem 11.11. regelmäßig leckere Krapfen essen müsst 😉

    Eine Filiale der Bäckerei Konditorei Steigerwald gibt es auf jeden Fall noch in Grombühl, gleich bei der Brücke (bei der Haltestelle stadteinwärts)

    1. Ja, denn “nach dem Fasching ist ja bekanntlich vor dem Fasching”, stimmt’s liebe Christina?! ;o)
      Ach je, Grombühl ist eigentlich gar nicht meine Ecke. Aber dort gibt’s noch eine Filiale vom Steigerwald-Bäcker, ja? Da muss ich mich wohl jetzt bis nächstes Jahr gedulden bis ich dort die Krapfen probieren kann.
      Wie ist der Bäcker sonst? Gute Backwaren?

Die Kommentare sind geschloßen.